SMART e-User

eMobility-Schaufensterprojekt

Ertragssteigerndes  Konzept für elektrische Stadtlogistik
Reichweitenanalyse und Untersuchung der vorhandenen und noch zu schaffenden Ladeinfrastruktur
(Partner: TUB-IVP/TUB-Log/TUB-DAI/DEKRA/DLR/DHL/MediaVita/VIOM)

Seit April 2012 ist Berlin-Brandenburg eines von vier Schaufenstern der Elektromobilität. Die Bundesregierung fördert hier auf Beschluss des Deutschen Bundestags die Forschung und Entwicklung von alternativen Antrieben. In den groß angelegten regionalen Demonstrations- und Pilotvorhaben wird Elektromobilität an der Schnittstelle von Energiesystem, Fahrzeug und Verkehrssystem erprobt. Smart E-User ist ein solches Pilotprojekt.

Das Ziel war die nutzerübergreifende Bewertung des Potenzials für den urbanen Wirtschaftsverkehr aus energetischer, betriebswirtschaftlicher, logistischer und verkehrsbezogener Perspektive.

Die Innovation wurde durch die Erfassung realer Fahrzeugdaten durch fahrzeugseitigen Einbau spezifizierten Messequipments als Basis für die Entwicklung eines Energiemanagements für die Ladesteuerung und deren Integration in die dynamische VIOS-Tourenplanungssoftware gewährleistet.

Arbeiten der VIOM in diesem Projekt umfassten eine Reihe von Funktionen. Darunter die Entwicklung einer Systemplattform für Planung und Monitoring von Elektrofahrzeugen im Wirtschaftsverkehr, eine Erweiterung der VIOS-Planungssoftware der VIOS-Planungssoftware zur adäquaten Erfassung und vergleichenden Fixkostenanalyse gemischter Fuhrparks mit spezifizierten, antriebsabhängigen Kostenparametern, ein Einbindungskonzept von Elektrofahrzeugen in den regulären Geschäftsbetrieb eines KEP-Logistikdienstleisters und im Personenwirtschaftsverkehr. Zusätzlich umfasste die Entwicklung die Wirtschaftlichkeitsberechnung für den Einsatz von Elektrofahrzeugen in den regulären Geschäftsbetrieb eines KEP-Dienstleister und im Personenwirtschaftsverkehr und die Erstellung von Nutzerprofilen verschiedener Akteure im städtischen Wirtschaftsverkehr. Weitere Teile nahmen die Entwicklung eines Simulationsszenarios für den extensiven E-Fahrzeugeinsatz innerhalb der regulären Geschäftsprozesse, als auch die Analyse der Eichweitenkapazität unter Berücksichtigung saisonaler Wettereinflüsse durch den Aufbau eines Serversystems mit Datenbank zur kontinuierlichen Erfassung und Historisierung von Wetterdaten. 

 

 

Die Forschung „Smart e-User“ ist ein, vom Bundesministerium für Wirtschaft & Technologie, gefördertes Projekt der VIOM GmbH. Partner sind die Technische Universität Berlin, Dekra e.V., Deutsche Post AG, Deutsches Luft-und Raumfahrtzentrum - Institut für Verkehrsforschung, sowie die MediaVita GmbH.

Die Durchführung des Projektes sieht vor: Die Integration von Verkehrsdaten zur Ladesteuerung und Anpassung eines dynamischen Tourensystems, das schaffen einer Systemplattform für Planung und Monitoring für den Wirtschaftsverkehr, Testszenarien für den e-Einsatz, Fahrzeugausrüstung, Ladesäulenkonfiguration,(…).

Ziel des Projektes ist die Entwicklung einer nutzerneutralen IT-Lösung  zur systematischen Vernetzung der Elemente Fahrzeuge, Energie, Verkehr und Logistik. Die Demonstration wirtschaftlich tragfähiger Anwendungen bei der Versorgung ausgewählter innerstädtischer Gebiete Berlins mit Gütern und Dienstleitungen, als auch eine (prototypische Simulation) einer extensiven Umsetzung der entsprechenden Elektrofahrzeugkonzepte und -anwendungen unter Einbezug der entwickelten Lösungsansätze.

 

Elektromobilität:

Hierbei handelt es sich um ein eMobility-Schaufensterprojekt Berlins mit dem Ziel, ein wirtschaftlich tragfähiges Konzept für elektrische Stadtlogistik zu entwickeln. Es soll der Nachweis geführt werden, dass E-Fahrzeuge ertragssteigernd in die Geschäftsprozesse von Unternehmen im Güterwirtschaftsverkehr integriert werden können.

Nutzerübergreifend erfolgt im Rahmen des Projektes für den Wirtschaftsverkehr eine Bewertung des Potenzials (prototypische Simulation) aus energetischer, betriebswirtschaftlicher, logistischer und verkehrlicher bzw. gesamtstädtischer Perspektive.

Zur Beurteilung der Wirtschaftlichkeit von  E-Fahrzeugen im innerstädtischen Wirtschaftsverkehr gilt es zunächst, eine Systemplattform zu errichten, um Tourenplanung und Monitoring durchführen zu können. Die VIOS-Software stellt hier ein probates Instrumentarium dar, das im Projektverlauf nach den spezifischen Vorgaben der Elektromobilität bereits erfolgreich modifiziert werden konnte.

 

Verkehrsdaten & Ladesteuerung:

Voraussetzung für die Schaffung und Verwaltung  der Datenbasis zur erfolgreichen Auftragsabwicklung und anschließender Auswertung ist der fahrzeugseitige Einbau  eines spezifizierten Messequipments.

Für die Planung und das Monitoring von Wirtschaftsverkehren mit Elektrofahrzeugen ist es notwendig, ein Energiemanagement für die Ladesteuerung zu entwickeln und dieses Energiemanagement in die dynamische VIOS-Tourenplanungssoftware zu integrieren.

Eine weitere Besonderheit besteht in der Notwendigkeit, die begrenzte Reichweite der Elektrofahrzeuge zu berücksichtigen und bei der Einrichtung des Energiemanagements ideale Ladeintervalle zu berechnen. Die Integration von Verkehrsdaten in die logistische Planung stellt hierbei eine wesentliche Voraussetzung dar.

Bei der Berechnung der optimalen Ladeintervalle sollten auch die wetterabhängigen Betriebszeiten von Nebenaggregaten wie Heizung oder Gebläse berücksichtigt werden.